Nachdem wir von großen Unwettern an diesem Tag verschont geblieben sind und
nur
2 kleine Einsätze abzuwickeln hatten, traf es weite Teile des nördlichen Lahn-
Dill-Kreises viel schwerer. Im Bereich Dillenburg waren zwischen 16.00 Uhr und
23.00 Uhr teilweise über 100 Liter Regen pro Quadratmeter heruntergegangen.

Um 0.20 Uhr wurde die FF Brandoberndorf alarmiert. Es galt, das Katastrophen-
schutzfahrzeug zu besetzen und einen Bereitstellungsraum in Wetzlar an der Leit-
stelle des Lahn-Dill-Kreises anzufahren. Gegen 0.45 Uhr trafen wir dort ein.
Außer uns fanden sich noch Feuerwehren aus den Gemeinden Hütteberg und
Schöffengrund dort ein. 

Hier einige Eindrücke:

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Hier wurde uns mitgeteilt, dass wir auf jeden Fall zur Ablösung der Kräfte im Bereich
Dillenburg eingeteilt werden. Ein genauer Einsatzort oder eine Abmarschzeit konnte
aber aufgrund der unklaren Lage noch nicht gegeben werden. Zu diesem Zeitpunkt
waren im Bericht Dillenburg/Herborn schon 1.800 Helfer verschiedener Organistaionen
teilweise seit 18.00 Uhr im Einsatz.
So hieß es für uns erst einmal warten und Essen fassen. Wer wusste schon, wann es die 
nächste Mahlzeit gibt.

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Eine gute Stunde später kam der Marschbefehl. Wir sollten den Bereitstellungsraum am
Stadion in Dillenburg beziehen. Ein Verband, bestehend aus: 
1 ELW, 1 MTF, 1 TSF-W, 1 GW-N, 2 LF 16-Ts, 1 LF10/6, 1 LF8
setzte sich in um ca. 2.00 Uhr in Bewegung.

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Um 2.50 Uhr trafen wir in Dillenburg am Bereitstellungsraum ein. 

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Hier wurde der Verband getrennt. Die FF Brandoberndorf fuhr mit dem LF 16-Ts, GW-N,
MTF und ELW aus Hüttenberg die Ortschaft Oberscheld an, die es mit am schwersten 
getroffen hatte. Autos wurden weggespült, Straßen aufgerissen, etliche Keller überflutet, 
Öltanks umgeworfen, der Kindergarten überflutet. 
Zum Höhepunkt der Katastrophe stand das Wasser des ansonsten ruhigen Baches "Scheld" 
bis zu 1m hoch in den Straßen.

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Die erste uns zugewiesene Einsatzstelle befand sich auf der Hauptstraße des Ortes. Hier stand
das Wasser noch ca. 30 cm hoch auf der Fahrbahn und konnte durch die verstopften Senkschächte
 nicht ablaufen. Mit den Vorbaupumpen der beiden LF 16-Ts aus Brandoberndorf und Hüttenberg
wurde das Wasser in die Kanalisation gepumpt und verstopfte Senkschächte wurden gereinigt.

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Von dort aus ging es zur weiteren Einweisung in das Oberschelder Gerätehaus, dass auch nicht
vom Wasser verschont geblieben war. Ein Kamerad fuhr noch 3 Privatfahrzeuge in die Fahrzeughalle,
ein weiteres Auto eines Kameraden wurde weggespült und gegen eine Mauer gedrückt. 
Im Gerätehaus war eine Verpflegungsstation und die Technische Einsatzleitung eingerichtet. 

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Von dort haben wir den neuen Einsatzbefehl bekommen, selbstständig Keller auszupumpen.

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Nachdem wir 4 Keller ausgepumpt hatten, waren unsere Möglichkeiten mit der Vorbaupumpe
und der TS erschöpft. Letztere hat zwischendurch den Dienst quittiert.

Um 9.30 Uhr wurden wir von der Einsatzstelle entlassen und konnten die Heimreise antreten. 
Nach 60 km und einer Stunde Fahrt waren wir zu Hause. Nach der Reinigung der Gerätschaften
und des Fahrzeuges war dieser Einsatz um kurz vor 11 Uhr für die Feuerwehr Brandoberndorf
beendet. Etliche weiter Feuerwehren und sonstige Hilfsorganisationen werden noch tagelang im 
Einsatz sein.

Im Einsatz waren (unvollständig, nur die ich gesehen habe):
FF Brandoberndorf mit LF 16-Ts
FF Oberscheld
FF Dillenburg
FF Gemeinde Hüttenberg
FF Gemeinde Schöffengrund
FF Wetzlar-Naunheim
FF Wetzlar-Garbenheim
FF Gemeinde Greifenstein
FF Wettenberg (Landkreis Gießen)
FF Linden (Landkreis Gießen)
FF Wieseck (Landkreis Gießen)
FF Gemeinde Langgöns (Landkreis Gießen)
THW
Polizei
Energieversorger
Deutsches Rotes Kreuz
Malteser Hilfsdienst