Während die Feuerwehr Brandoberndorf zur Übung ausfuhr, entdeckte der
Wehrführer eine Ölspur auf der Hasselborner Straße in Brandoberndorf.

Nach genauer Erkundung stellte sich heraus, dass es sich um eine ca. 15km
lange Dieselspur von Braunfels-Bonbaden über Kraftsolms, Brandoberndorf
und Hasselborn bis nach Grävenwiesbach handelte.

Daraufhin lies der Wehrführer die FF Brandoberndorf per Melder, sowie Hasselborn
und Kröffelbach per Sirene alarmieren. Ausserdem wurde über die Leitstelle eine 
Alarmierung der FF Grävenwiesbach im Hochtaunuskreis veranlasst. An mehreren 
Stellen wurde begonnen, die Dieselspur abzustreuen.

Im Verlauf der Arbeiten stellte sich heraus, das sowohl Einsatzkräfte wie auch Öl-
bindemittel nicht ausreichen. Daraufhin wurden die Ortsteilwehren Griedelbach, 
Kraftsolms und Weiperfelden alarmiert. Die Feuerwehr Braunfels versorgte uns 
mit weiterem Ölbindemittel.

Gegen 23.30 Uhr war die Ölspur soweit abgestreut und die Einsatzstelle wurde an 
die Straßenmeisterei Wetzlar übergeben. Nach Reinigung und Wiederbestückung
der Einsatzfahrzeuge war der Einsatz um 23.45 Uhr beendet.

Im Einsatz waren ca. 100 Feuerwehrmänner und -frauen von folgenden Wehren:
FF Brandoberndorf mit TLF 16/25, LF 8/6-G, LF 16-Ts
FF Kröffelbach mit TSF und TLF 8/8
FF Hasselborn mit TSF und GW-N
FF Griedelbach mit TSF
FF Weiperfelden mit TSF
FF Kraftsolms mit TSF und MTF
FF Braunfels mit KdoW, GW-N

Waldsolms 02
Polizei Wetzlar mit 1 Streife
Straßenmeisterei Wetzlar mit 2 Fahrzeugen

Bilder mit freundlicher Genehmigung von G. Döpp.

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Bilder mit freundlicher Genehmigung von H.W. Homberg.

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Pressebericht:

Die Feuerwehren von Waldsolms, Braunfels und Grävenwiesbach fahren einen Großeinsatz

Unbekannter zieht 15 Kilometer lange Ölspur

Waldsolms/Braunfels/Grävenwiesbach. (ve). Eine breite Ölspur hat sich am Dienstagabend von Bonbaden über 
Kraftsolms, Brandoberndorf und Hasselborn bis hin nach Grävenwiesbach gezogen. Stundenlang waren die 
Feuerwehren von Braunfels, Waldsolms und Grävenwiesbach mit der Beseitigung des Öls beschäftigt. Alleine 
die sechs Waldsolmser Ortsteilwehren waren mit etwa 70 Feuerwehrleuten und 13 Fahrzeugen an dem Einsatz
beteiligt, sagte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Reiner Grün.
Gegen 20 Uhr war die Ölspur auf der Landesstraße 3053 zwischen Kraftsolms und Brandoberndorf entdeckt 
und an die Feuerwehr gemeldet worden. Kurze Zeit später rückten die ersten Fahrzeuge der Waldsolmser 
Wehren aus; als klar wurde, dass sich die Spur über viele Kilometer hinzog, mussten weitere Einsatzkräfte 
hinzugezogen werden.

Reiner Grün leitete den Einsatz der Waldsolmser Feuerwehren, die den größten Teil der insgesamt gut 15 Kilometer
langen Verschmutzung zu beseitigen hatten. Dabei mussten die Feuerwehrleute so viel Ölbindemittel auf die Straße
geben, dass die Waldsolmser Vorräte irgendwann erschöpft waren. Aus Braunfels wurde Nachschub geliefert. 
Insgesamt brauchten die Einsatzkräfte Ölbindemittel im Wert von über 5000 Euro. In Hasselborn, wo die 
Verschmutzung mit Diesel am stärksten war, musste die Feuerwehr auch die Kanalisation abdichten.

Neben den Feuerwehren war auch die Straßenmeisterei Solms mit drei Fahrzeugen und acht Mitarbeitern an dem 
gestrigen Einsatz beteiligt.

Laut dem stellvertretenden Gemeindebrandinspektor soll es sich bei dem Öl um Dieselkraftstoff gehandelt haben, 
weshalb die Feuerwehr davon ausgeht, dass der Verursacher ein größerer Lkw mit einem Gewicht von mehr als 
7,5 Tonnen gewesen ist. Dabei könnte das Dieselöl sowohl aus dem Kraftstofftank des Fahrzeugs als auch aus 
einem Transporttank ausgelaufen sein, falls ein Diesel- oder Heizöllieferant die Spur gelegt haben sollte. 

Polizei bittet um Hinweise Der Umweltschutzbeauftragte der Polizeistation Wetzlar, Martin Scheck, geht davon aus, 
dass ein Leck im Kraftstofftank oder dem Leitungssystem eines Fahrzeugs die Ursache für den Ölunfall ist. Die Ermittler 
der Polizei in Wetzlar schließen zurzeit nicht aus, dass es sich beim Verursacher der Ölspur auch um einen Pkw gehandelt 
haben könnte. Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise unter (06441) 9180.