Am Montag morgen um 8.44 Uhr
wurde die Feuerwehr Brandoberndorf
zusammen mit den Feuerwehren Kröffelbach und Kraftsolms zu einem
vermuteten Scheunenbrand nach Kröffelbach alarmiert.
Als erstes rückte das TLF
16/25 aus. Dies traf auch als erstes Fahrzeug
an der Einsatzstelle ein, da die Kröffelbacher Kameraden wegen Umbau-
maßnahmen am Gerätehaus am Bauhof in Brandoberndorf stationiert sind.
Als das TLF die Einsatzstelle
erreichte, stand die Scheune im alten Ortskern
von Kröffelbach bereits im Vollbrand. Die Rauchsäule war schon von weitem
zu sehen und die Flammen schlugen bis zu 5 Meter aus dem Gebäude. Das
Feuer drohte auf benachbarte Wohnhäuser überzugreifen, die ersten Rollläden
waren bereits geschmolzen.
Zuerst setzte die Besatzung
des TLF die Schnellangriffeinrichtung, sowie ein
B-Rohr ein, um die Wohngebäude abzuschirmen. Gleichzeitig wurden auf
Veranlassung des Fahrzeugführers alle Feuerwehren der Gemeinde Waldsolms
sowie die Stützpunktfeuerwehr Braunfels nachalarmiert.
Als weitere Einsatzkräfte an
der Einsatzstelle eintrafen, wurden insgesamt 6 C-Rohre
vorgenommen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und das Feuer zu
löschen.
Von insgesamt 4 Seiten aus wurde das Feuer bekämpft, zu 2 Nachbargebäuden war
eine Riegelstellung aufgebaut. Die Wasserversorgung erfolge alleine aus dem
Hydranten-
netz. Die Pumpen des TLF 16/25, des LF 8/6-G, des TSF Kröffelbach und des TSF
Kraftsolms
speisten die Strahlrohre. Von Seiten der Gemeinde wurde der Wasserdruck im
Leitungsnetz
erhöht, um die Wasserversorgung der Einsatzstelle zu gewährleisten.
Als weitere Maßnahmen wurde
der Strom im Gebäude abgestellt. Aus der Scheune wurden
mehrere gefährdete Gasflaschen geborgen.
Circa 45 Minuten nach
Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte "Feuer unter Kontrolle"
gemeldet werden. Wegen des schnellen Eingreifens konnte weiterer Schaden an den
Nachbargebäuden verhindert werden. Die Rohre wurden nach und nach
zurückgenommen,
insgesamt zogen sich die Nachlöscharbeiten der schwer zugänglichen Glutnester
aber
noch über weitere 2,5 Stunden hin. Nach und nach wurden erste Wehren wieder aus
dem
Einsatz herausgelöst.
Abschließend wurden die
Giebelwände mit Hilfe eines Mehrzweckzuges und der Drehleiter
Braunfels gegen Umstürzen gesichert. Die Bauaufsicht hatte eine akute Einsturzgefahr erkannt,
und diese
Maßnahme empfohlen.
Um 14.15 rückte die Feuerwehr
Brandoberndorf wieder ab. Nach Reinigung der Fahrzeuge
und Materialien war die Feuerwehr Brandoberndorf um 14.40 Uhr wieder voll
einsatzbereit.
Die Brandursache ist noch unklar, die Kriminalpolizei ermittelt.
Im Einsatz waren:
FF Brandoberndorf mit TLF 16/25, LF 8/6-G
FF Kröffelbach mit TSF und TLF 8/8
FF Kraftsolms mit TSF und MTF mit TSA
FF Hasselborn mit TSF und GW-N
FF Weiperfelden mit TSF
FF Griedelbach mit TSF
FF Braunfels mit KdoW, LF 16/12, TLF 24/50, DL30, GW-N
Waldsolms 02
Lahn-Dill 02
Polizei Wetzlar mit 1 Streife
Kriminalpolizei
Bauaufsicht
Energieversorger E-ON
Vertreter der Gemeinde Waldsolms
Nachtrag vom 19.07.07: Dankesworte des Bürgermeisters
Nachtrag vom 05.08.2007: Mehr Bilder auf der Homepage der Feuerwehr Braunfels
Bilder:
Rauchentwicklung auf der Anfahrt:
Schäden an den Nachbargebäuden:

Wetzlarer
Neue Zeitung vom 26.06.2007
Waldsolms-Kröffelbach (gro). Der Dachstuhl einer
Scheune in der Denkmalstraße in Kröffelbach ist gestern
Morgen ausgebrannt. Um 8.45 Uhr ging der Alarm los, rund
50 Einsatzkräfte der Waldsolmser Ortsteilfeuerwehren und der
Stützpunktwehr Braunfels rückten an. Laut Wolfgang Blicker,
stellvertretender Kreisbrandinspektor, war das Dach
zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu retten. Wegen der engen
Bebauung sei es das vorrangige Ziel der Feuerwehr gewe-
sen, ein Übergreifen der Flammen auf Nachbarhäuser und
-Scheunen zu verhindern. Durch die starke Hitze seien an zwei
weiteren Häusern Fenster geborsten und Jalousien geschmolzen,
berichtete Blicker. Außerdem habe sich der Giebel der brennenden
Scheune gewölbt. In Abstimmung mit der Bauaufsicht und dem
Besitzer sei beschlossen worden, weiter Fachwerkteile einzudrücken,
weil die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet gewesen sei, sagte
Blicker. Nachdem der Brand bis zum Vormittag unter Kontrolle war,
kümmerte sich eine Kernmannschaft von 15 Einsatzkräften um die
Sicherheitsarbeiten. Die Straße wurde wegen akuter Einsturzgefahr
gesperrt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 100.000 Euro.
Warum der Brand ausgebrochen ist, konnte bis gestern Abend nicht
geklärt werden. Hinweise auf Brandstiftung gäbe es keine, so ein
Polizeisprecher. Trotzdem werde das Landeskriminalamt eingeschaltet,
das heute mit der Ermittlung der Brandursache beginnt.