Am Samstag Vormittag
um 09.35 Uhr wurde die Feuerwehr Brandoberndorf sowie
alle Ortsteilwehren und das Rote Kreuz zu einer Alarmübung am Freibad in
Brandoberndorf alarmiert. Simuliert wurde ein Chlorgasunfall.
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Bericht der "Wetzlarer Neue Zeitung" Link zum Bericht
Einsatzkräfte proben Gasalarm
Übung der Waldsolmser Wehren
Waldsolms-Brandoberndorf (ho) "Chlorgasalarm im Brandoberndorfer
Freibad" hieß
das Thema einer Großübung bei der die sechs Waldsolmser Ortsteilwehren eine
gute
Zusammenarbeit demonstriert haben. An der Übung beteiligt waren insgesamt
45
Feuerwehrleute mit zehn Einsatzfahrzeugen. Dazu kamen noch drei Rettungswagen
des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit Besatzung.
Die Übungslage war davon
ausgegangen, dass sich im Lager für Chlorgasflaschen des
Bades eine gelbliche Gaswolke in Richtung Schwimmbecken ausgebreitet hatte.
Dies
wurde vom Schwimmbadpersonal bemerkt. Schwimmbadpächterin Jasmin Häuser
alarmierte die Feuerwehr und informierte die Badegäste über die
Rundsprechanlage,
dass eine technische Störung vorliege und alle umgehend das Gelände des
Bades
entgegen der Windrichtung verlassen müssen.
Nach Alarmierung durch die Leitstelle Lahn-Dill über Funksirenensteuerung
rückten alle
sechs Waldsolmser Wehren zum Einsatzort aus. Das erste Fahrzeug
(Tanklöschfahrzeug
TLF 16) war bereits nach sieben Minuten aus Brandoberndorf eingetroffen, gefolgt
vom
Löschgruppenfahrzeug (LF 8) aus Brandoberndorf.
Beim Eintreffen der ersten
Einsatzkräfte war die Gaswolke sichtbar. Vier mit schwerem
Atemschutz ausgerüstete Wehrmänner überprüften WC- und Duschräume im
Technikgebäude
und fanden dort acht Personen mit Augenreizungen und Atembeschwerden, die
sofort
aus dem Gefahrenbereich gebracht und den inzwischen eingetroffenen
Rettungsdiensten
übergeben wurden.
Zwei Trupps wurden mit Chemie-Schutzanzügen (CSA) ausgerüstet. Ein Trupp ging
zur
Erkundung ins Chlorgaslager, um weiteres Ausströmen des Gases durch Schließen
der
Flaschenventile zu unterbinden, der zweite Trupp blieb als Reserve außerhalb
des
Gefahrenbereichs. Gleichzeitig wurde die Chlorgaswolke um das Gebäude mit
einer
Wasserwand aus zwei C-Rohren niedergeschlagen. Die Wasserentnahme und
-versorgung
erfolgte mittels Tragkraftspritze (TS 8/8) aus dem Schwimmbecken.
Der mit Chlorgas in Berührung gekommene CSA-Trupp wurde nach dem Einsatz in
einer
aus Steckleitern und Plastikfolie errichteten Dekontaminierungsschleuße
gereinigt.
Unterdessen wurden Technikgebäude und Umfeld mittels Prüfröhrchen getestet.
Nachdem
die Ergebnisse unbedenklich waren, wurde die Übungsstelle der Pächterin wieder
übergeben. Die Leitung der Übung hatten die Waldsolmser
Gemeindebrandinspektoren
Werner Erdmann und Reiner Grün.
Bürgermeister Bernd Heine (SPD) war als Beobachter vor Ort und half bei der
Betreuung
der "Chlorgas-Opfer". Die Schwimmbadpächterin bedankte sich am Ende
der Übung bei
den Feuerwehrleuten. Die Übungskritik, bei Imbiss und kühlen Getränken, fiel
durchweg
positiv aus.
Im Einsatz waren:
FF Brandoberndorf mit LF 8/6-G, TLF 16/25
FF Griedelbach mit TSF
FF Hasselborn mit TSF, GW
FF Kraftsolms mit TSF, MTF
FF Kröffelbach mit TSF, TLF 8/8
FF Weiperfelden mit TSF
Waldsolms 01, Waldsolms 02
DRK Wetzlar
Bürgermeister
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